2020 06 05 Sextanerbegrüßung6Durch die Corona-Pandemie konnten wir in diesem Jahr nicht wie gewohnt die neuen 5er bei unserem feierlichen Sextanerempfang begrüßen. Dennoch wollten wir den Kindern und Eltern die Gelegenheit geben, die Klassenlehrer und Klassenpaten aus der künftigen 9 noch vor den Ferien kennenzulernen.

Das alte Schulgebäude in der Steinstraße

(entnommen aus dem RUNDBRIEF 1999, S. 30ff)

Mit Beginn des Schuljahres 1946/47 hatten die Benediktiner von Königsmünster die höhere Schule für Jungen in Meschede wieder in ihre Leitung übernommen.1 Die ersten Schritte im Blick auf einen "ganz normalen Schulalltag" konnten bereits im letzten Rundbrief dargestellt werden.2 Mit der Normalität kam aber auch die Bürokratie und mit ihr ein reger Schriftwechsel mit den zuständigen staatlichen Stellen. Ohne einen Bezugsschein der Schulaufsicht durfte nichts gekauft werden. Der Oberpräsident der Provinz Westfalen - Abwicklungsstelle für das höhere Schulwesen - ordnete mit Erlass vom 24. Mai 1947 an, dass die Schulleiter ab sofort einen jährlichen Zustandsbericht an seine Behörde zu senden hatten, in dem die Schulentwicklung, Lehrer- und Schülerzahlen, bauliche Gegebenheiten, notwendige Beschaffungsmaßnahmen und wichtige Schulereignisse festzuhalten waren.3 Die damaligen zeitbedingten Veränderungen zwangen ihn schon bald zu einer Modifikation seines Erlasses. "Da aber an manchen Schulen im Verlauf des Schuljahres in bezug auf die Schülerzahl grosse Schwankungen vorgekommen sind, so stelle ich anheim, diese Abweichungen vom Stichtag in geeigneter Weise - etwa durch Angabe der Höchst- und Tiefstzahl der Besuchsziffern - kenntlich zu machen."4 Die Berichte waren in doppelter Ausfertigung an die Abwicklungsstelle für das höhere Schulwesen zu senden, die ihrerseits dem Kultusminister eine Ausfertigung vorlegte.5 Heute geben die Berichte einen guten Einblick in den Alltag unseres Gymnasiums in den ersten Nachkriegsjahren. Der in dem Erlass der Abwicklungsbehörde vorgegebene Berichtsrahmen soll im folgenden weitgehendst beibehalten und der erste Bericht von P. Harduin vom 3. Juli 1947 vorgestellt werden.

2019 12 16 Weinachtsmarkt3Als Lehrer hat man manchmal den Eindruck, dass es kurz vor den Ferien eigentlich nur noch um das Hüten von Flöhen geht: Aufgeregte Schüler und Schülerinnen denken schon an den Weihnachtsbaum und die vielen Geschenke, die sie darunter finden werden.

Im Klassenraum möchten sie am liebsten wie die Flöhe durch den Raum springen, und die Lehrkraft kann dann nur noch versuchen, Biss- und Kratzwunden zu vermeiden.

(entnommen aus dem RUNDBRIEF 1997, S. 13ff)

Die Schulchronik des Schuljahres 1946 beginnt mit einem Rückblick auf die Jahre des Nationalsozialismus, die für die Schule und das Kloster einen tiefen Einschnitt in ihre Geschichte bedeuteten.

"Im Laufe des Jahres 1945 kehrten die am 19.03.1941 vertriebenen Benediktiner wieder in ihr Kloster Königsmünster in Meschede zurück. Was der letzte Chronikschreiber der ehemaligen höheren Schule der Benediktiner in Meschede beim Abschied von der Schule in der damaligen Situation kaum als leise Hoffnung auszusprechen wagte, ist durch Gottes barmherzige Fügung Wirklichkeit geworden, wenn auch unter größter Erschütterung unseres Volkes, an der wir alle, ob schuldig oder unschuldig, mitleiden. Nur mit tiefer Bewegung geht der damalige Schulleiter und Chronikschreiber daran, nach etwa sechsjähriger Unterbrechung die Chronik fortzusetzen."1

Die Wehen des Nationalsozialismus hatten vor den Toren des Klosters und der höheren Schule nicht Halt gemacht. Das nationalsozialistische Gedankengut bestimmte immer mehr den Schulunterricht, Gedenkstunden ehrten die Helden des Vaterlandes und über aller Erziehungsarbeit an den Jugendlichen wachten die Partei und ihre Organe. Die Lehrerschaft, insbesondere die ordenseigenen Lehrkräfte, mußten immer häufiger mit Repressalien rechnen. Am 29. März 1941 teilte der Mescheder Bürgermeister Scherf dem Oberpräsidenten für das Höhere Schulwesen in Münster mit, daß auf Wunsch des Herrn Oberschulrats Sanden das von den Benediktinern unterhaltene Schülerheim in die Regie der Stadt übernommen worden sei.

2020 02 12 Plagiate5Fast jeder kennt sie, der ein oder andere hat sie, manchmal bewusst, manchmal unbewusst: Fälschungen aus dem Urlaub oder Internet; ein Fußballtrikot, Sneaker, eine Uhr oder Ähnliches.

2019 07 05 Sextaner2Im kommenden Schuljahr können wir zwei neue 5er Klassen an unserer Schule willkommen heißen. Die Schülerinnen und Schüler der neuen Sexta wurden bereits vor den Sommerferien, am Freitag, den 5. Juli, bei dem traditionellen Sextanerempfang begrüßt.