Abt Harduin BießleSchulstiftung der Abtei Königsmünster

Was wir tun

Seit der Gründung unseres Klosters im Jahr 1928 ist das Gymnasium der Benediktiner in Meschede eine Hauptaufgabe der Abtei Königsmünster. Jungen Menschen einen guten Einstieg ins Leben zu ermöglichen, ist für uns eine ebenso faszinierende wie anspruchsvolle Herausforderung: Zum Lebenseinstieg gehört eine solide Allgemeinbildung als Grundlage für Studium und Beruf. Junge Menschen brauchen die Erfahrung, dass man mit Zuversicht und Selbstbewusstsein an seine Lebensaufgaben herangehen kann.
Ebenso wichtig ist das Einüben von Verantwortung und mitmenschlichem Verhalten.
Wir Benediktiner sind davon überzeugt, dass Gottvertrauen der Schlüssel zu einem gelingenden Leben ist und bemühen uns deshalb um eine einladende Einführung ins Christsein.

Das Motto unserer Schule setzt sich zusammen aus zwei zentralen Appellen der Klosterregel des heiligen Benedikt:
Dilatato corde Humanitas exhibeatur:
Mit weitem Herzen! – Menschsein möglich machen!

2020 03 03 CoronaCorona ist zur Zeit in aller Munde. Aus diesem Anlass besuchte Dr. Ricardo Mihalić, Vater eines Schülers, den Biologieunterricht der Klasse 7b, um über Corona aufzuklären und Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten.

2020 04 27 Naturmandalas6Die Schulschließungen durch Corona haben Schule und Unterricht vom einen auf den anderen Tag komplett verändert. Lehrer und Lehrerinnen, aber auch Schüler und Schülerinnen müssen umdenken. Unterricht findet nur zu Hause statt. Wie gut, dass wir auf dem Land leben und daher zahlreiche Möglichkeiten haben raus zu gehen, in die Natur, die die letzten Wochen wortwörtlich aufgeblüht ist.

aktionenIm Vorwort seiner Klosterregel entwirft Benedikt eine faszinierende Szene. In der Menge der Menschen steht Gott und ruft: Wer ist der Mensch, der das Leben liebt? Benedikt fährt fort: Wenn du das hörst und antwortest: "Ich", dann meide das Böse und tue das Gute. Suche den Frieden und jage ihm nach. Und wenn ihr das dann tut, sagt Gott zu euch: "Noch bevor ihr nach mir ruft, rufe ich euch zu: Ich bin da!" Ist das nicht eine beglückende Einladung?


In seiner Güte zeigt uns Gott den Weg des Lebens. Jungen Menschen ein Haus zu bieten, um sie auf dem Weg ins Leben zu begleiten, ist Sinn von Schule.

Als man im Jahr 1928 der Idee näher trat, in Meschede ein Benediktinerkloster zu gründen, wurde die Schule schon immer mitgedacht. Die Stadt wollte ihre im Jahr 1859 gegründete Rektoratschule an das neue Kloster übergeben mit dem Wunsch, diese zum Gymnasium auszubauen. Die Gründer von Königsmünster ihrerseits hatten vor, der Schule ein Internat anzugliedern, das Nachwuchs für das Kloster und die weltweite Missionsaufgabe des Klosterverbandes von St. Ottilien erbringen sollte.

2020 05 17 Mimesekunst4Die Schülerinnen und Schüler der beiden fünften Klassen machen weiterhin Kunst in und mit der Natur. Dieses Mal sollten sie den Mimese-Effekt bei Käfern nachahmen. Als Mimese wird bezeichnet, wenn sich Lebewesen in ihrem Aussehen ihrem Lebensraum angepasst haben.

(entnommen aus dem RUNDBRIEF 2001, S. 8ff)

Die Planungen für den Neubau des Gymnasiums der Benediktiner wurden nachhaltig durch die Ende der vierziger und Anfang der fünfziger Jahre geführte Diskussionen über Anforderungen an einen modernen Schulbau bestimmt, die in den sogenannten "Fredeburger Richtlinien" dokumentiert sind. Mit der Tagung der "Fredeburger Besprechungen" vom 17. bis 21. Juni 1949 begann man eigentlich erst nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs Unterlagen für die auszuarbeitenden Richtlinien und Empfehlungen zu beschaffen und zu bewerten. Zu diesem Zwecke bereisten ministerielle Stellen in den folgenden Jahren immer wieder das Ausland, um festzustellen, in welche Richtung sich das "neutrale Ausland und Amerika" während des Weltkrieges nach den modernen Baumöglichkeiten entwickelt hatten. Festgestellt wurde, dass man eine Zeit lang dem aufgelockerten Schulbau mit mehreren erdgeschossigen Klassentrakten den Vorzug gegeben hatte; was daraufhin in Deutschland ebenso versucht wurde. Aus finanziellen Gründen ging man von dieser Bauweise wieder ab und zu mehrgeschossiger Klassenbauweise über, wobei man nun der einhüftigen Bauweise der Klassentrakte den Vorzug gab.