2017 05 31 Hans Bodo MarkusSnapchat, Instagram, WhatsApp - die Kommunikation in sozialen Netzen ist für viele unserer Schülerinnen und Schüler selbstverständlich. Zugleich birgt sie aber auch regelmäßig Konfliktpotential: Dieses reicht von weniger guten Manieren hinsichtlich der Smartphone-Nutzung während eines persönlichen Gesprächs oder bei Tisch, steigert sich über mangelnde Konzentration dank dauerhafter Erreichbarkeit bis hin zur Eskalation in Form von Cybermobbing.

Am 8.12.2016 besuchte uns der Bundestagsabgeordnete Herr Patrick Sensburg von der CDU. Anfang der 3. Stunde traf sich die Klasse 8c mit Herrn Sensburg und seinem Begleiter im alten Forum. Nachdem wir uns begrüßt haben, haben wir eine Sitzung des Bundestages nachgespielt. In der Sitzung ging es über das Thema: “Abzocke im Internet“ im Bereich des Verbraucherschutzes. Die Sitzung begann mit einem „Gong“. Herr Sensburg spielte den Bundestagspräsidenten. Als erstes wurde jeweils eine Rede von den schon vorher in der Klasse gewählten Parteien vorgetragen. In den Reden ging es darum, ein neues Gesetz gegen angebliche Gratis-Abos zu beraten und zu verabschieden.

Seit 1998 führt das Gymnasium der Benediktiner ein Projekt sozialen Lernens durch, das einen bewussten Gegenakzent setzt zu dem immer weiter um sich greifenden Individualismus unserer postmodernen Gesellschaft. Alle Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase leisten ein dreiwöchiges Sozialpraktikum in unterschiedlichen Einrichtungen. Das Spektrum der Einsatzorte umfasst Seniorenzentren, Krankenhäuser, eine Fachklinik für Onkologie, ein Blindenheim, mobile Dienste, Behinderteneinrichtungen, Schulen mit besonderem Betreuungsauftrag, eine Beratungsstelle für psychisch Kranke, kirchliche Jugendprojekte und reicht bis hin zur Wärmestube der Caritas.

kettenwulfhonselBerufswahlorientierung in der Sekundarstufe I und in der gymnasialen Oberstufe gehört zu den verbindlichen Aufgabenbereichen der Schulen. Das wesentliche Ziel bestehe darin, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, „eigene Entscheidungen im Hinblick auf den Übergang ins Erwerbsleben vorzubereiten und selbstverantwortlich zu treffen (…)“. Betont wird u. a. die Vermittlung „grundlegender Informationen zur Wirtschafts- und Arbeitswelt“ in den einzelnen Fächern, die Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, die Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg usw. Zum Aufgabenkatalog gehört außerdem ein Schülerbetriebspraktikum, das in Gymnasien während der Sekundarstufe II durchgeführt werden kann. Den Schulen mit gymnasialer Oberstufe wird aufgegeben, „in Zusammenarbeit mit der Berufsberatung und den ortsnahen Hochschulen ein Konzept zur Berufswahlorientierung“ zu entwickeln. (vgl. RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung v. 23.09.1999)Die Lehrpläne der meisten Fächer stellen Bezüge zur „Wirtschafts- und Arbeitswelt“ her. Jedes Fach trägt somit auf seine Weise zur „Berufsfindung“ bei.

 

Der Berufswunsch, beispielsweise Physiker zu werden, entwickelt sich, weil der Grund- oder Leistungskurs in diesem Fach die Schüler am meisten interessierte, „Architektur“ als Zielfeld spiegelt oft den Einfluss des Kunstunterrichts usw. Diese wünschenswerten Zusammenhänge sind noch kein Konzept.