Spielfreude spür- und greifbar

„Ich habe gar nicht gemerkt, wie die Zeit vergangen ist“; „grandios gespielt“; „das ist mir ans Herz gegangen“; „wirklich komisch“ – das ist nur ein kleiner, aber durchaus repräsentativer Ausschnitt der Zuschauerreaktionen auf die Aufführungen des Stückes „Unsere kleine Stadt“ von Thornton Wilder durch die Theatiner.

Die Theatergruppe am Gymnasium der Benediktiner brachte diesen Bühnenklassiker (Uraufführung 1938, Pulitzerpreis im selben Jahr) nach intensiven Proben zur Aufführung und nahmen die Zuschauer in der Aula mit in eine Szenenfolge, die das alltägliche Leben in einer fiktiven Kleinstadt namens „Grover's Corners“ in Neuengland zeigt. Alles ist nett hier, harmonisch und beschaulich. In drei Akten wird erzählt, wie der Alltag verläuft und wie sich das Leben allmählich verändert. Eigentlich geschieht nichts Besonderes... Obwohl der kleinbürgerlichen Welt von 1901-1913 verhaftet, wurde gerade darin die Zeitlosigkeit der menschlichen Verhaltensweisen deutlich, die immer wieder zum Lachen, Berührtsein und Nachdenken anregte.